Qualität und Auswahl bei Hilfsmitteln

Mit dem Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG), das weitgehend im April 2017 in Kraft getreten ist, ergeben sich Änderungen in der Hilfsmittelversorgung. Diese sollen die Lage von Patienten verbessern, die solche Mittel benötigen, um ihren Alltag trotz Einschränkungen möglichst selbstbestimmt bewältigen zu können. Zu den Hilfsmitteln zählen beispielsweise Inkontinenzhilfen, Prothesen, Rollstühle und Hörgeräte.

Durch die Heil- und Hilfsmittelreform will der Gesetzgeber mehr Qualität und Transparenz in die Versorgung von Versicherten bringen. Demnach soll bei Hilfsmittelausschreibungen der Krankenkassen nicht mehr vorrangig der Preis, sondern insbesondere die Versorgungsqualität eine zentrale Rolle spielen. Zudem erhalten Patienten, die auf Heil- und Hilfsmittel angewiesen sind, zukünftig die Möglichkeit zwischen verschiedenen zuzahlungsfreien Mitteln zu wählen.

Versicherte sollen künftig umfangreicher informiert werden. So müssen Leistungserbringer die Patienten beraten, welche Hilfsmittel und zusätzlichen Leistungen für sie geeignet sind und von den Krankenkassen als Regelleistung bezahlt werden. Auch die Krankenkassen werden verpflichtet, die Versicherten über ihre Rechte bei der Versorgung mit Hilfsmitteln zu beraten und Auskunft über entsprechende Vertragspartner sowie die abgeschlossenen Verträge zu geben.

Alles in allem meinen wir, die Neuregelungen sind ein Schritt in die richtige Richtung. Da sich z. B. für Stoma- und Katheter-Patienten die Chancen verbessern, dass ihre individuelle Versorgung nicht durch komplizierte Ausschreibungen geregelt wird. Auch die Pläne, zur Versorgung chronischer und schwer heilender Wunden, die Leistungen der häuslichen Krankenpflege zukünftig in Wundzentren zu ermöglichen, helfen Patienten und Pflegekräften. Ebenso wie eine einheitliche Definition von Verbandsmitteln, trägt die mögliche Kostenübernahme von Mitteln zur Wundversorgung, die nicht klassisch Verbandsmittel sind, zur Klärung von Unsicherheiten bei.

Ihre Lidia Heinrich

Quelle: www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/08/2016-08-31-heil-und-hilfsmittel.html

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